9.8. Lofoten, meine Freundin Anne Marie

Es regnete in Strömen am morgen, wir schliefen bis nach 10:00 Uhr! Echt! Alles sah trostlos aus, aber nur auf den ersten Blick. Die Berge und das Wasser waren silbern, die Landschaft war einfarbig aber die Schönheit lag in der Einfachheit. Wir riefen Jörg an, wann wir uns treffen könnten und machten einen Termin für nächste Woche aus. Dann stellten wir uns an der Fähre an und ich erreichte wieder mal glücklicherweise Moni. Gunter hat einen Packen Filme vergessen, diese möchte Moni uns nun mitbringen, sie kommt übermorgen in Bodo an. Wir zählen schon die Tage:-) Hoffentlich wird das Wetter besser. Im Zelt ist das so etwas ungemütlich. Wir hatten eine kleine Fähre, und konnten nicht aus dem Womo raus. So sahen wir die Anfahrt auf die Lofoten gar nicht, schade, denn die Aussicht ist sonst so wunderschön. Nun, heute fehlte auch das Licht. Mich fasziniert diese Landschaft trotzallem immer auf's Neue. Der Regen wurde schwächer. noch immer hingen die Wolken sehr tief. Im Krankenhaus gab ich die Krücken vom letzten Jahr ab und ein paar Poster als Dankeschön. Mir war es gar nicht wohl dort, es wurde mir übel, und ganz heiß:-( Diese Schmerzen, dieses Getrenntsein von der Familie... Wäre da letztes Jahr nicht Anne Marie gewesen, die Krankenschwester, die so lebendig war, so gut gelaunt und herzlich. Sie hatte mir ihre Adresse gegeben und mich eingeladen. Wir hatten auch ein paar Mal geschrieben, obwohl es schwierig war, denn ich kann immer noch kein Norwegisch und Anne Marie kann ein wenig English. Wir können uns kaum unterhalten, totzdem mögen wir uns sehr. So fuhren wir schnell weg vom Krankenhaus und nach Ballstad, wo sie wohnt. Vor dem Haus trafen wir einen netten Herrn und wir fragten nach ihr. Ja, sie würde hier wohnen, er wäre ihr Mann:-) Anne Marie schlief, als wir reinkamen, denn sie hatte Nachtschicht gehabt. Sofort war sie auf und sogleich wieder so gutgelaunt:-) Sie machte Kaffee und Waffeln, die Kinder durften helfen und wir redeten. Der Rorbuer, indem die beiden wohnen ist wie ein Paradies. Einfach toll, so nah am, auf dem Wasser. Marten zeigte den Kindern, wie man Krebse fängt mit an einer Wäscheklammer befestigtem Fischstückchen, Das war der Renner:-) Im kürze hatten die Kinder 6 Krebse hochgezogen, denn kneifen die Tiere einmal ins Fleisch, dann lassen sie nicht mehr los. Auf dem Steg stand ein Eimer Wasser und da wanderten sie nach und nach rein. Am Ende liesen die Kinder sie natürlich wieder frei:-)

Krebse

Krebse

Krebsangel

Esra beim Krebseangeln

beim Kaffee

beim Kaffee im Freien - die Sonne kam ein wenig raus, wie wunderbar!

Marten

Marten ist begeistert von der Arbeit mit Holz, diese Tasse ist ein Kunstwerk

Krebse

die Krebse werden wieder freigelassen

Wir wollten Anne Marie nicht zu lange aufhalten, denn sie müßte ja auch wieder zur Nachtschicht. Außerdem war das Wetter nun etwas besser und wir wollten noch einen Strand erforschen und photographieren. So fuhren wir nach Uttakleiv und waren absolut begeistert. Wow! Für uns ist der Strand perfekt. Sand, aber auch Felsen, ein wenig Tang, es könnte mehr sein:-) Es war bedeckt, aber von oben trocken. Nun, nicht die besten Bedingungen aber wir waren eine Weile beschäftigt und die Kinder spielten auch. Als die Sonne weiter nach unten wanderte, wanderten wir weiter nach oben, nämlich auf die Straße um den Berg rum. Die Felsen wirkten bedrohlich, fanden wir, Sie hängen an der Stelle etwas über und sind schon gewaltig hoch. Man fühlt sich sehr klein und unwichtig, da unten. Wir trafen einen Hobbyphotographen samt Familie, d.h. mit Frau und Sohn. Unterhielten uns photographierend weiter. Dann, die Sonne kam unter den Wolken heraus:-) Freu! Ich warte seit zwei Jahren auf einen Green Flash (den ersten hatte ich 2003 in Eggum gesehen). UND - ich wurde belohnt. Oben auf der Sonne leuchtete es grün, zwar leicht aber trotzdem, es war ein Green Flash:-)

Strand

Strand am Abend

Berge

Berge im Hintergrund

Sonne

kurz vorm Sonnenuntergang kam sie zum Vorschein:-)

green Flash

und wir sahen einen leichten Green Flash

boot

ein Fischerboot nach Sonnenuntergang

Erst sehr spät kehrten wir von der Wanderung zurück. Jeder aß noch eine Kleinigkeit, denn das Abendesse war schon viel zu lange her. Dann schrieb ich, lud die Bilder runter, es wurde viel zu spät! Der Fels über unseren Köpfen machte mir Gedanken, ich schlief sehr schlecht.

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