3. August, Regen und Sturm auf AUSTVÅGØYA

für dieses Photo bin ich auf den Hintern gefallen
So zwischen 5-6 Uhr sollte es besser klappen mit dem Angeln - wir stellten den Wecker, wurden jedoch vorm Klingeln von einem heftigen Gewitterschutt samt Sturm geweckt und blieben ohne schlechtes Gewissen im Bett. Esra war zwar traurig, aber wir werden es noch schaffen auf dieser Reise einen Fisch zu fangen. Es regnete immer wieder doch zwischendurch huschten wir immer wieder raus - zum photographieren, einfach mal Durchatmen, schwätzen, angeln. Bei einem der Ausflüge rutschte ich auf einem Felsen aus - und fiel auf den Hintern und die Hand! MIST und aua! Heute fühle ich mich also schon den ganzen Tag wie eine Oma, jede Bewegung tut mir weh. Aber es gibt auch Positives - die Kamera litt keinen Schaden bei meinem Fall. UND ganz wichtig: bei einem Ausflug, natürlich ohne Kamera, hörte ich ein nun schon bekanntes Geräusch - ein im Wasser lebendes Säugetier blies Luft aus dem Atemloch! Die Stille war groß - das Blasen sehr deutlich zu hören. Allein das war schon genial. Und dann sah ich die Flosse, es muß ein Delfin oder Tümmler gewesen sein, der ziemlich dicht an mir vorbeizog! Wow! Was für ein Glücksgefühl! Wir verabschiedeten uns von Maria und Jochen - bekamen die beiden Fische, die er gestern gefangen hatte als Filet geschenkt und waren gerührt! Nach den sehr reservierten Deutschen von gestern ein Hochgefühl. Hier paßte alles! Die Strecke mußten wir wieder zurück, denn wir waren in einer etwas längeren Sackgasse. Wieder kamen wir aus dem Staunen nicht heraus. Doch auch die Tunnels standen uns bevor, die Luft war sehr stickig, man konnte kaum etwas sehen. Schließlich begann es zu regnen und zu stürmen - es war kaum möglich, vor die Tür zu gehen. Wir fuhren, machten oft Halt um die Landschaft zu bestaunen. Wir hörten heute die Hobbits von Tolkien, das paßte. Noah braucht auch noch etwas Ruhe, so ein gebrochener Arm macht dem Körper zu schaffen. Wir fuhren außen an der Insel entlang, auf einer sehr kleinen, holprigen Schotterstraße.


zahlreich vorhandene Austernfischer bieten ein schönes Photomotiv


Ein Schiffswrack am Rande des Fjords

Berge, Wasserfälle, Watt, Wolken und Blumen - Traumhaft

Die Kapelle von Sildpollnes

Erst spät aßen wir den Fisch mit Nudeln und Soße zu Mittag, die Kinder stritten sich um die köstelichen Stücke, so bekam ich nur ein kleines Stückchen und war die Einzige mit 2 Gräten. Die kleinen Städchen sahen wir nur bei der Suche nach einer Entleerungsmöglichkeit, die wir schließlich an einem Campingplatz auf dem wir nicht übernachten wollten, fanden. Wir brauchen keinen teuren Campingplatz und versuchen eher Stellplätze zu finden (die können auch was kosten, sollten nur landschaftlich schön gelegen sein und nicht zu viel Schickschnack haben). In Kabelvåg besuchten wir das Lofotenaquarium, und stellten fest, daß es sich nicht lohnte - sehr klein, sehr düster und recht teuer (wir zahlten 215 Kronen). Vielleicht waren wir aber auch nur zu spät dran und die Fischbecken standen schon auf Nacht? Den Kinder gefiel es, wie immer:-) Vor allem bei den Robben hatten sie Spaß.

ein der Robben, die die Kinder so mochten

vom Aquarium aus aufgenommen
Schließlich fanden wir mit Hilfe des Womoführers einen Stellplatz an einem Sandstrand. Es war Ebbe - ideal für Wattliebende Menschen wie mich. Ich zog im Sturm und in der Kälte allein los, nahm Kamera und Stativ mit während die Kinder und Gunter Harry Potter anschauten. Erst als ich wieder zurück war machte es bei mir Klick und ich realisierte, daß die seltsamen Belichtungszeiten die ich heute abend hatte, darauf beruhten, daß ich noch auf 400 ASA eingestellt hatte. Schade. Ich habe hauptsächlich Tang aufgenommen und mir große Mühe gegeben. Nun, brauchbar sind sie immer noch, aber die Langzeits sind etwas griesig. Noah schlief wieder als erster, Amy ist total aufgedreht abends, sie braucht eine untergehende Sonne!

Tang und Seepocken


hier stehen wir heute abend